Integrierte Heilpädagogik (IHP) ist eine alternative Schulungsform zur Kleinklasse. In integrativen Schulen besuchen Kinder und Jugendliche mit Lernschwierigkeiten die Regelklasse. Sie lernen und arbeiten gemeinsam mit den anderen Schülerinnen und Schülern und werden dabei von ausgebildeten schulischen Heilpädagoginnen in enger Zusammenarbeit mit der Klassenlehrperson unterstützt. Dabei handelt es sich um eine gezielte Förderung und Schulung der Basisfunktionen des Lernens. Diese unterscheidet sich von Therapiebereichen wie z.B. Psychomotorik oder Logopädie sowie vom Nachhilfeunterricht.

Angestrebt wird die optimale Entwicklung aller Lernenden bezüglich schulischer Leistungsfähigkeit, Selbstbewusstsein, Persönlichkeitsentfaltung und sozialem Verhalten. Die ausgewogene Förderung von Sach-, Sozial- und Selbstkompetenz hat einen hohen Stellenwert.

 

Formen der Zusammenarbeit im Unterricht

In einem integrativen, von Fachpersonen unterstützten, Regelklassenunterricht sind verschiedene Arbeitsformen möglich. Sie werden so eingesetzt, dass Kinder und Jugendliche mit Lernschwierigkeiten den überwiegenden Teil ihrer Schulzeit in der Regelklasse verbringen, damit ihre soziale Integration gelingt.

 

1.     Die Lehrperson unterrichtet die Klasse allein.

Die schulische Heilpädagogin ist bei der Unterrichtsplanung mit dem Fokus auf die besonderen Bedürfnisse der Lernenden mitbeteiligt. Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten können an Aufträgen arbeiten, die sie mit der schulischen Heilpädagogin vorbereitet haben.

 

2.     Die Lehrperson und die schulische Heilpädagogin arbeiten gemeinsam mit der Klasse.

Bei den verschiedenen Formen des Teamteachings bleiben Kinder mit Lernschwierigkeiten ins Klassengeschehen eingebunden. Von der Anwesenheit der schulischen Heilpädagogin können auch normal begabte Kinder profitieren.

 

3.     Die schulische Heilpädagogin bearbeitet spezifische Bedürfnisse mit einem einzelnen Kind oder einen kleinen Gruppe.

Die Arbeit an bestimmten Themen kann einen Fördergruppen- oder gar Einzelunterricht nötig machen. Die Förderung basiert auf Absprachen über Ziele sowie Inhalte des Regelunterrichtes mit der Lehrperson.